Die Mechanischen Komponenten der Plattform

Fast alle Komponenten stammen aus dem 3D-Drucker und werden im FFF Verfahren hergestellt.

Der Kunststoff

Zum Einsatz kommt hier PLA, die Eigenschaften sprechen einfach für sich:

  • Für „Plastik“ ist der „ökologische Footprint“ gar nicht schlecht.
  • Das Zeug lässt sich einfach verarbeiten / drucken.
  • Beim Drucken entstehen keine üblen Gerüche / ungesunden Dämpfe.
  • Es ist preiswert, europäische Qualitätsware bekommt man schon für etwa 22,50€ pro Kilo (dauerhaft)! 

Die Teile sind konstruktiv so ausgelegt, das die Belastbarkeit des Kunststoffes (PLA) im Normalfall nicht überschritten wird.

Das bedeutet im Umkehrschluss, das leistungsfähigere Kunststoffe (PETG, ABS, faserverstärkte Materialien u.s.w.) die Leistungsfähigkeit der Plattform deutlich erhöhen können, falls gewünscht.

Bei allen Teilen wurde großer Wert darauf gelegt das sie sich möglichst leicht replizieren lassen.

Wilde Konstruktionen, die den Fähigkeiten des Konstrukteurs huldigen sollen, sucht ihr hier vergeblich.

Wo immer es geht wird auf die Notwendigkeit für den Einsatz von Supportstrukturen im Druck verzichtet. Das spart Material und außerdem ist das entfernen von dem Zeug einfach lästig. 😉

Merke: Nur ein Teil, das man nach der Entnahme aus dem Drucker sofort verbauen kann, ist ein perfektes Teil.  🙂

Die Mechanik besteht natürlich nicht nur aus gedruckten Kunststoffteilen, ein wenig mehr gehört schon dazu.

Befestigungselemente

Schrauben

Schraube ist nicht gleich Schraube, hier kommen hauptsächlich Schrauben nach ISO 4762 / DIN 912 zum Einsatz. Die Masochisten unter euch können das ja mal googeln. Dem Rest sei gesagt es handelt sich hier um metrische Zylinderschrauben mit Innensechskant. Das sind leicht zu bekommende Normteile mit den folgenden Vorteilen:

  • Preiswert (Wichtig!)
  • Haltbar (Super Wichtig!!)
  • Leicht und sicher in der Handhabung (Superduper Wichtig!!!)
  • Mit einfachsten Werkzeugen zu handhaben (Am aller, allerwichtigsten!!!!)
Warum sind mir die letzten Punkte so wichtig, das ich mich zum mehrfachen Gebrauch von Ausrufezeichen hinreißen lasse?
Das nervigste in diesem und jedem anderen Universum sind „vergnadelte“ Schrauben.
Wer hat sich nicht schon Mal über einen total vermurksten Schraubenkopf geärgert?
Eben, kennt jeder…
Diese Schraubenform reduziert das Risiko dafür erheblich!
Und die Möglichkeit preiswertes Werkzeug zu benutzen, ist sicher auch nicht zu verachten…
 
Muttern
Hier kommen in der Regel folgende Muttern zum Einsatz:
  • Sechskanntmuttern (ISO 4032 / DIN 934)
  • Vierkanntmuttern (DIN 562 (!))

Sowohl Schrauben als auch Muttern (Wer hätte das gedacht..) kommen vor allem in der Größe M3 zum Einsatz.

Ich empfehle den Werkstoff A2 (rostfrei).

Was die Menge und die Länge der benötigten Schrauben angeht, schaut euch mal die Teilebibliothek an, da finden sich entsprechende Hinweise.

Hier und da kommt auch anderes Zeug zum Einsatz. Komplett auf den Zukauf von Teilen zu verzichten und alles selber machen zu wollen ist eben nicht immer sinnvoll. Es wurde aber jederzeit auf die einfache Beschaffung und Bezahlbarkeit der Komponenten geachtet.

 

Das passende Werkzeug

Jep, was dieses Projekt angeht unser bester Freund: Der Inbusschlüssel 

Größe 2,5mm, gerne lang und auf der langen Seite mit Kugelkopf.

Kostenpunkt: etwa 1€

Oft reicht wirklich dieses eine Werkzeug, um bei diesem System Komponenten zu montieren. Der Gegenpart unserer Schrauben, die Muttern, sind oft so in die Konstruktion integriert das sie von selbst gegen gehalten werden.

Das macht die Montage sehr viel einfacher.

Gilt übrigens auch für Dienstage 🙂

So einen Inbusschlüssel falsch zu handhaben und sich damit zu verletzen ist auch recht schwierig, wichtige Sache wenn ihr mit Kindern arbeiten wollt.

Ich denke jedes Kind das havariefrei einen Aquarellpinsel halten kann, kommt auch hiermit klar.

Bitte versteht das nicht falsch, für Kinder die z.B. an einer Dyspraxie leiden ist das wirklich wichtig!

Andere Werkzeuge die ihr hin und wieder benötigt (teilweise optional):

  • Büroklammern == > Die guten, nicht die billigen Draht und Plastikteile (Kein Scherz…).
  • Eine Spitzzange ==> Die schadet nie, es darf aber ruhig eine preiswerte sein.
  • Eine Pinzette ==>  Nützlich, wenn man wie ich nicht die Hände einer Primaballerina hat 🙂
  • Eine Nagelfeile ==> Gerne eine aus Glas, prima um Kunststoffgrate zu entfernen.
Was davon wann, wo und wie zum Einsatz kommt, dazu kommen wir noch.

Wenn ihr Fragen habt, egal welche (Also projektbezogen natürlich…) mailt einfach:

info@experimentalrover.de

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